Der
Bayerische Tennisverband zeigte sich in jeder Hinsicht angetan von den
Leistungen der Postkeller Jugendlichen bei den Bayerischen
Jugendmeisterschaften in Bamberg. Nicht allein die Anzahl - es qualifizierten
sich sage und schreibe neun Postkellerspieler für die Bayerische - sorgte
überregional für positive Schlagzeilen, es waren vor allem die tollen Spiele
und Erfolge von Lena Widmann, Lena Ruppert und Leo Gomez Islinger, die sie in
ihrer jeweiligen Altersklasse bis ins Halbfinale vorstießen ließen. Voll des
Lobs zeigte sich auch Postkeller Coach Ludwig Weber: „Die kontinuierliche
Arbeit mit den Kids zeigt Früchte. Ich sehe noch viele Entwicklungsmöglichkeiten
bei allen, die mitgespielt haben. Wir werden weiterhin versuchen, die Stärken
auszubauen und Fehler auszumerzen.“ Weber, der wie immer seine Schützlinge bei
den Turnieren betreute, analysiert sehr genau das Spielgeschehen. „Für Luisa
Fritsch, die das erste Mal an einer Bayerischen Meisterschaft teilnahm, war
einfach die Aufregung noch zu groß. Aber mit dieser Erfahrung kommen wir schon
weiter“ so Weber. Ronald Belyavskiy, war nach seiner Verletzungspause noch
nicht wieder ganz hergestellt, erreichte trotzdem einen Matchsieg in seiner
Gruppe. Eine hervorragende Saison lieferte bislang Nona Ruppert ab, allerdings
vermochte sie am Wochenende ihr Spielvermögen nicht hundertprozentig abzurufen.
Nach einem Sieg in der ersten Runde kam sie gegen die drittgesetzte Stefanie
Piesch, TV Mönchröden, nie so recht ins Spiel. Einen guten Start erwischte
zunächst Nadja Yarbrough mit Siegen über Lisa Haas und über die an Fünf
Gesetzte Raffaela Wenzel vom 1. FC Nürnberg, musste sich dann aber Ribana Roth
vom TC Hengersberg geschlagen geben. Die in der Landesliga Damen ungeschlagene
Katharina Maier gewann die erste Runde, lag dann zwar gegen ihre Kontrahentin
mit 3:0 in Führung, musste das Match dann doch an die äußerst routinierte Lokalmatadorin
und spätere Turniersiegerin Sophia Geier abgeben. Gut gespielt – und doch
verloren hatte auch Christina Schöner. Äußerst knapp musste sie sich ihrer
körperlich überlegenen Gegnerin Sara Laudenbach vom TC Haag im dritten Satz mit
9:11 im Matchtiebreak beugen. Lena Ruppert besiegte im Viertelfinale Johanna
Krömer, SV Haimhausen nach 4:6 noch mit 7:6 und 6:1, bevor sie im Halbfinale
der späteren Bayrischen Meisterin Hanna Reich, SV Forsting-Pfaffing, unterlag. Leo
Gomez Islinger spielte sich mit zwei Siegen als ungesetzter ins Halbfinale.
Hier musste er sich nach guter Vorstellung Johannes Härteis vom SV Postbauer
geschlagen geben. Ebenfalls ungesetzt erreichte Lena Widmann nach zwei souveränen
Siegen das Halbfinale, in dem sie der Einsgesetzten Stefanie Kastner vom TC
Ismaning unterlag. „Unsere drei Halbfinalisten hatten möglicherweise zu viel
Respekt vor ihren Gegnern, sonst wäre noch mehr drin gewesen“ äußerte sich
Weber über den Spielverlauf. Im Anschluss zollte der Vizepräsident und Leiter
der Ressorts Talentförderung und Leistungssport Dr. Peter Aurnhammer den
Akteuren des TC Postkeller Weiden noch seine Anerkennung für das sportliche
Auftreten und der Präsenz bei der Siegerehrung, was bei Drittplazierten
durchaus nicht selbstverständlich sei. Damit gäben sie auch in dieser Hinsicht
ein Vorbild ab.